Solarmodule sind eine der besten Möglichkeiten, erneuerbare Energie zu nutzen. Doch nicht jedes Modul arbeitet mit der gleichen Effizienz. Die Effizienz von Solarmodulen bestimmt, wie viel Sonnenlicht tatsächlich in Strom umgewandelt wird – und somit, wie wirtschaftlich eine Photovoltaikanlage arbeitet. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Faktoren die Leistung beeinflussen und wie Sie das Maximum aus Ihrer Solaranlage herausholen können.
Der Wirkungsgrad eines Solarmoduls gibt an, wie viel der eintreffenden Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird. Moderne Module erreichen heute Wirkungsgrade zwischen 18 % und 22 %, während einige High-End-Module sogar bis zu 25 % erreichen können.
Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet, dass weniger Fläche für die gleiche Stromproduktion benötigt wird. Gerade bei begrenztem Platz, wie auf Dächern, ist dies ein wichtiger Faktor.
Die Menge an Sonnenlicht, die ein Modul erreicht, ist einer der entscheidenden Effizienzfaktoren. Dabei spielen mehrere Aspekte eine Rolle:
Geografische Lage: In südlichen Regionen mit mehr Sonnenstunden pro Jahr sind die Erträge höher als in nördlichen Gebieten.
Ausrichtung und Neigungswinkel: Optimal ist eine Südausrichtung mit einem Neigungswinkel zwischen 30° und 35°.
Jahreszeit und Wetter: Während sonnige Tage hohe Erträge bringen, reduziert bewölktes Wetter die Leistung erheblich.
Dennoch können moderne Solarmodule auch bei diffusem Licht noch Strom erzeugen, sodass sich die Investition auch in weniger sonnigen Regionen lohnt.
Entgegen der weit verbreiteten Annahme arbeiten Solarmodule nicht besser, wenn es besonders heiß ist. Tatsächlich sinkt die Effizienz mit steigenden Temperaturen. Pro Grad Celsius über 25 °C nimmt die Leistung um etwa 0,3 % bis 0,5 % ab.
Daher sind gut belüftete Montagesysteme wichtig, um eine Überhitzung der Module zu vermeiden und den Ertrag zu maximieren.
Selbst kleine Schatten, beispielsweise durch Bäume, Antennen oder Schornsteine, können den Ertrag erheblich senken. Denn wenn auch nur ein Teil eines Moduls verschattet ist, beeinflusst dies die gesamte Leistung der Anlage.
Ähnlich verhält es sich mit Verschmutzungen durch Staub, Pollen oder Vogelkot. Regelmäßige Reinigung und eine kluge Standortwahl helfen, diese Effekte zu minimieren.
Nicht alle Solarmodule sind gleich. Hochwertige Module mit modernen Technologien, wie PERC-Zellen oder bifazialen Modulen, bieten höhere Erträge. Auch die Alterung spielt eine Rolle: Die meisten Module verlieren im Laufe der Jahre an Leistung – typischerweise etwa 0,5 % pro Jahr.
Dennoch garantieren viele Hersteller eine Mindestleistung von 80 % nach 25 Jahren, sodass sich die Investition langfristig lohnt.
Ein Solarmodul allein erzeugt noch keinen nutzbaren Strom – entscheidend ist auch der Wechselrichter. Ein effizienter Wechselrichter kann die Leistung der gesamten Anlage optimieren.
Darüber hinaus sind auch die Verkabelung und die verwendeten Materialien wichtig, da Widerstände und Verluste in den Leitungen den Ertrag verringern können.
Die Effizienz von Solarmodulen wird von vielen Faktoren beeinflusst – von der Modulqualität über die Ausrichtung bis hin zur Temperatur. Wer das Maximum aus seiner Solaranlage herausholen möchte, sollte auf hochwertige Module setzen, den Standort optimal wählen und regelmäßige Wartungen durchführen.